Masterclass

Masterclass

Im Rahmen der Norddeutschen Tanztage Worpswede 2020, finden vom 20. Mai bis 24. Mai 2019 Fortbildungen für Tanzpädagogen statt.

Das Konzept mit den 3 Masterclasses habe ich erweitert, sodass es dieses Jahr neben den 3 Stunden täglichen Masterclasses die zusätzliche Möglichkeit zum eigenen Trainieren und der Gelegenheit im Jugendcamp zu Hospitation gibt.

Auf Wunsch von langjährigen TeilnehmerInnen habe ich das Konzept mit den 3 Masterclasses erweitert, sodass es dieses Jahr neben den 3 Stunden täglichen Masterclasses die zusätzliche Möglichkeit zum eigenen Trainieren und der Gelegenheit im Jugendcamp zu Hospitation gibt. Selbstverständlich sind die Angebote auch einzeln buchbar. Ich freue mich über so viele Anregungen und Themenwünsche der langjährigen TeillnehmerInnen, die ich gerne in das Programm mit einfließen lasse.
Die gute Resonanz bei dem Seminarangebot bestärkt mich weiter auf dem Pfad zu bleiben Partnerin für Tanzpädagogik in Deutschland und Unterstützerin von Qualität in der Tanzkunst zu sein. Neben den bewährten fi nden Sie auch neue Themenangebote von hochkarätigen Dozenten aus dem In-und Ausland, die Sie in Ihrer anspruchsvollen und gesellschaftlich relevanten Arbeit unterstützen. Falls Sie einen Themenkomplex vermissen lassen Sie es mich bitte wissen. Ich wünsche allen TanzpädagogInnen, dass Tanzkompetenz sie weiterhin beflügelt und nachhaltig zur Akzeptanz des Künstlerberufes
„Tanzpädagoge“ führt.
In diesem Sinne freue ich mich Sie bei der einen oder anderen tanzpädagogischen Aktivität begrüßen zu können.

VERLETZUNGSPRÄVENTION: „GEFÜHLTE ANATOMIE/
BEINACHSENTRAINING/DEHNEN“

mit Katja Lim

21. Mai • 11:00-14:00 Uhr; Seminarraum

Katja Lim ist ehemalige professionelle Tänzerin, Physiotherapeutin B.o.s./ Phsiotherapeutin Funktionelle Osteopathie und Lehrkraft für Physiotherapie. Sie studierte Tanz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt und war 7 Jahre Bühnentänzerin am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Ihre Ausbildung zur Physiotherapeutin absolvierte sie in Frankfurt und schloss berufsbegleitend ein pädagogisch-psychologisches Zusatzstudium an. Als Physiotherapeutin liegen ihre Schwerpunkte im Bereich der Bewegungsanalyse und Bewegungsvermittlung. Weiterbildungen in FBL (Funktionelle Bewegungslehre), MT, PNF, Psychomotorik, CST, Pilates, Kinesiotaping, Girotonic und Girokinesis bilden die Grundlage für ihre Arbeit mit Tanzenden. Sie führt seit 2003 Kurse und Coachings für Tanzende mit verschiedener Schwerpunktsetzung durch. Im Rahmen des Bachelorabschlusses entwickelte sie ein Verletzungspräventionsprogramm für Tanzende, das sie als freie Mitarbeiterin der Tanzpädagogen Ausbildung Erika Klütz Schule in Hamburg stetig weiter entwickelt hat. Beim Tanz stehen die Harmonie und Schönheit der Bewegung, ungeachtet der Physiologie
des menschlichen Körpers, im Vordergrund. Unkorrekte Tanztechnik führt gerade im klassischen Ballett zu Beschwerden und Folgeschäden. Dabei hat die Belastung der Beinachsen eine besondere Bedeutung. Technische Defi zite und chronische Überbelastungen führen häufi g zu Fehlbelastungen der Beinachsen und daraus resultierenden Verletzungen. Um diesen tanzspezifischen Verletzungen vorzubeugen, sollte den Tanzenden bereits im Rahmen der Tanzausbildung ein Konzept vermittelt werden, mit dessen Hilfe sich diese im Sinne der Verletzungsprävention selber kontrollieren und stabilisieren lernen.Das FBL-Konzept (Funktionelle Bewegungslehre) bietet dafür einen optimalen Ansatz. Mit Hilfe von komplexen, funktionellen Übungen wird den Tanzenden ein anatomisch richtiges Bewegungsverhalten in Alltag und Training vermittelt, wodurch eine wesentliche Voraussetzung für langfristige Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit geschaffen wird. Darüber hinaus können die Tanzenden mit diesen Übungen ihr kinästhetisches Empfinden und den Sinn für ein ökonomisches Bewegungsverhalten verbessern.
Ziel ist es, das sich die ästhetische Bewegung im Einklang mit der körperlichen Unversehrtheit vollzieht.
Im Workshop werden zunächst folgende theoretische Grundlagen vermittelt:

 „Gefühlte Anatomie“

  • Beinachsennorm und -stabilität im FBL-Konzept
  • Folgen von Beinachsenabweichungen
  • Messung der unbelasteten und belasteten Beinachsen
  • Bedeutung der Beinachsen im klassischen Ballett
  • Verletzungsprävention und die Bedeutung der Beinachsen in der Tanzausbildung

Im praktischen Teil werden folgende Inhalte behandelt:

  • Beurteilen der unbelasteten und belasteten Beinachsen
  • Erlernen der Übungen (FBL-Übungskatalog mit Lernzielen)
  • Transfer der FBL-Übungen in den Tanzunterricht
  • Dehnen mit und ohne Theraband

Die Muskelarbeit wird durch die Hinzunahme des Therabandes verstärkt. Die Übungen sind schnell zu erlernen und vor und nach dem Training angepasst an die individuelle Situation durchzuführen.

„EINFÜHRUNG IN DIE UNGARISCHE FOLKLORE FÜR
KINDER AB 8 JAHREN”

mit Ruth Roberts

22. Mai • 16:15-19:15 Uhr • Saal III, Sporthalle der Grundschule

  • Erläuterung und Übung verschiedener Schritte und Armführungen mit musikalische Anregungen für den Unterricht und Erarbeitung einer Gruppenchoreographie für diese Altersstufe
  • Ungarische Folklore in Bezug zum Charaktertanz: Erarbeitung verschiedener Schritte und Port de Bras für fortgeschrittene Schüler und Schülerinnen mit Einstudierung einer Choreographie unter Einbeziehung des Charaktertanzes im klassischen Ballett

Charaktertanzschuhe und Charaktertanzrock bitte mitbringen

Bei der Royal Academy of Dance und der Imperial Society of Teachers of Dancing ist sie registrierte Lehrerin. Dazu engagiert sie sich als Mitglied im Deutschen Berufsverband für Tanzpädagogik e. V. und im International Dance Council der UNESCO-CID.

Ruth Roberts begann nach ihrem dreijährigen Tanzstudium an der Northern Ballet School, Manchester, England ihre Lehrtätigkeit zunächst in Münster, Westfalen und wechselte 1989 in den Odenwald. Ab 1997 war sie freiberuflich in verschiedenen Ballettschulen tätig und engagierte sich neben vielen choreografischen Aktivitäten auf landesweiter Ebene für die Verbreitung und Verbesserung des Standards von klassischem Ballett, Stepptanz und Jazz Dance.  Sie  ist  registrierte  Lehrerin  der  Royal  Academy  of  Dance®,  der  Imperial  Society  of Teachers of Dancing und Mitglied im Deutschen Berufsverband für Tanzpädagogik e.V. sowie Mitglied im International Dance Council der UNESCO-CID.

 

„NUR MUT..., DU SCHAFFST DAS SCHON!“

mit Ulla Wenzel

23. Juni • 16:15-19:15 Uhr; Saal III

Kinder-Tanzseminar im freien Tanz mit Kindern .

Wie Kinder im Tanzen Selbstvertrauen und Kompetenz für ihre Persönlichkeit entwickeln können.

Tanzkünstler nehmen zunehmend  gesellschaftliche Entwicklungen wie Zunahme des Leistungsdrucks, Technisierung  der  Umwelt  und  schnelle  Veränderungen  in Beziehungssituationen wahr. Die tänzerische Arbeit mit den Kindern trägt dazu bei, die Kinder positiv zu beeinflussen und zu fördern.  Das Hinterfragen des eigenen Unterrichts ist dafür eine Grundvoraussetzung. Viele Fragen stellen sich dem Tanzpädagogen wie z.B.:

  • Was sind positive Einflüsse für das tanzende Kind?
  • Was bedeutet im Tanzen Selbstkompetenz zu erlangen?
  • Wieviel Unterstützung benötigt ein Kind?
  • Wie ist eine individuelle Förderung innerhalb einer Gruppe möglich?

Ulla Wenzel zeigt in diesem Seminar in praktischen Beispielen wie kleine Geschichten, Sprache und Bewegung, Tanzspiele und Tanzchoreografien, tänzerische Prozesse den Kindern helfen, ihre  Entwicklung positiv zu beeinflussen. Ulla Wenzel wurde in Hamburg geboren und an der Lola Rogge Schule zur Tanzpädagogin ausgebildet. Christiane Meyer- Rogge -Turner und Gerburg Ohde erkannten sehr schnell die große pädagogische Begabung der damals jungen Tänzerin und förderten sie vielseitig. Zahlreiche Fortbildungen im In- und Ausland für Zeitgenössischen Tanz folgten. Heute arbeitet sie erfolgreich als Dozentin für den freien und kreativen Tanz mit Kindern und Jugendlichen im In-und Ausland. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Fortbildung und Weiterentwicklung der tänzerisch künstlerischen Arbeit mit Kindern. Ihr „Credo“, das jedes Kind tanzen kann, demonstriert sie in Tanzprojektleitungen an öffentlichen Schulen und Lehrerfortbildungsseminaren. Ihr großes Interesse gilt der Methodik und Didaktik im freien Tanz mit Kindern nach den Labanschen Bewegungsprinzipien. Seit 20 Jahren leitet sie ART&MOVE für Kinder und Jugendliche in Augsburg. Für ihr Engagement, möglichst vielen Kindern unterschiedlicher Herkunft und finanziellen Möglichkeiten die Welt des Tanzes zu vermitteln, wurde sie 2007 in Augsburg ausgezeichnet.

„BALLETT TRAINING MITTELSTUFE FÜR ERWACHSENE “

mit Viktoria Zaripova
Donnerstag, 21.05.2020 14:30-16:00 Uhr
Freitag, 22.05.2020 14:30-16:00 Uhr

Viktoria Zaripova wurde an der Ballettakademie Perm nach der Waganowa-Methode ausgebildet. Als Solistin  engagiert, absolvierte sie zeitgleich eine Ausbildung als Ballettpädagogin und ging später als Solistin ans Maly Opern- und Ballett-Theater, St. Petersburg. Anfang der 1990er Jahre kam sie von St.Petersburg nach Hamburg, wo sie weiter als Ballettpädagogin mit den Schwerpunkten Klassisches Ballett, Repertoire, Charaktertanz und Choreografie arbeitete. Seit 1992 trainiert sie die Förderklassen im Tanzparterre/Hamburg und die Ausbildungsklassen für die Tanzpädagogik in der Klütz-Schule. Seit Sommer 2013 ist sie als Gastlehrerin für Charaktertanz an der Ballettschule des Hamburg Ballett beschäftigt und studierte die „Vier Jahreszeiten“ von John Neumeier an der Ballettschule des Bolschoi Theaters ein.

„ZEITGENÖSSISCHES TRAINING FÜR TANZPÄDAGOGEN“

mit Jean-Hugues Assohoto
Samstag, 23.05.2020 14:30-16:00 Uhr
Konventionelles mit Neuem und Unbekanntem zu verknüpfen ist seine große Leidenschaft. Denn Jean-Hugues Assohoto weiß: Mit technischer Sicherheit im Rücken können der Kreativität Flügel
wachsen.
Seinen Weg in die wunderbare Welt der künstlerischen Bewegungen begann der gebürtige Franzose mit einer Tanzausbildung am Nationalen Konservatorium in Avignon. Doch erst die Modern-Jazz-Dance-Koryphäe Anne-Marie Porras entdeckte sein ganz besonderes kreatives Talent und sah seine Sehnsucht nach etwas Eigenem. Sie half ihm, seine moderne Tanztechnik weiterzuentwickeln und zu perfektionieren. Bei ihr schloss er auch 1998 sein Diplom als Tanzpädagoge ab. Als Assistent in Anne-Marie Porras Ausbildungsschule „Epsedanse“ gab er anschließend mit Freude sein Wissen an  engagierte Tanzschüler weiter.
In Deutschland machte er sich als Tänzer und Choreograf am Tanztheater Heidelberg, am Nationaltheater Mannheim und zahlreichen anderen großen Häusern einen Namen und konnte schon mit vielen Stars der Tanzwelt wie Irina Pauls, Philipp Talar oder Jeanne Renshaw zusammenarbeiten. Heute begeistert er Tanzfans auf der ganzen Welt mit seinen kreativen Kursen und Workshops, in denen er mithilfe von Limon- und Release-Technik Gefühl und Vorstellungskraft in ganz neue Bahnen lenkt.
Jean-Hugues vermittelt ein zeitgenössisches Training speziell für Tanzpädagogen.