Masterclass

Masterclass

Im Rahmen der Norddeutschen Tanztage Worpswede 2019, finden vom 30. Mai bis 01. Juni 2019 Fortbildungen für Tanzpädagogen statt.

Die Seminarteilnehmer haben  die Möglichkeit in den Kursen des Jugendcamps kostenlos in Absprache mit der Organisation im Tanzcamp „Norddeutsche Tanztage" zu hospitieren.

„FOKUS TANZPÄDAGOGINEN“

mit Eileen Wanke

Am 30. Mai • 11:00-14:00 Uhr; Seminarraum

TanzpädagogInnen sind die Kombinierer in der Vermittlung von Tanzbewegung, -technik oder -kunst. Sie sind den unterschiedlichsten Belastungen ausgesetzt, die so variabel sind wie die verschiedenen Tanzrichtungen oder Zielgruppen selber. So werden in Abhängigkeit vom Tätigkeitsfeld bestimmte Organsysteme unterschiedlich stark beansprucht. Die Herzkreislaufbelastung kann maximal sein und auch die Haut ist hohen Belastungen ausgesetzt. Aber auch die Psyche wird stark gefordert. Tanzpädagogen haben in ihrem Beruf nicht nur eine hohe Verantwortung für Andere, sondern auch für sich. Daher sind gute Kenntnisse zu Prävention und somit Gesunderhaltung von großer Bedeutung. Dieser kurze, aber nicht weniger intensive Workshop stellt den Tanzpädagogen in den Mittelpunkt. In Theorie und Praxis werden für Berufsausübung und Prävention wichtige Inhalte behandelt. Die Themen werden nach Absprache mit den teilnehmenden TanzpädagogInnen festgelegt. Möglich wären:
- Auf der Suche nach der 25. Stunde: Herausforderungen – Zeit- und Stressmanagement
- Wenn der Boden zu glatt und die Pausen zu kurz: Gefährdungen, Verhalten, gesundheitliche Probleme
- Wenn das Herz bis zum Hals schlägt: leistungsfähig bleiben und werden
- Das „wann, wo, warum, wie und wie nicht: warm up, cool down, stretching und andere Begleiter
- Mit Haut und Haaren: Hautschutz und -pflege
- 2 Beine und 10 Zehen: Grundzüge der Anatomie und Physiologie

„SCOTTISH COUNTRY DANCING” UND „HIGHLAND DANCING”

mit Ruth Roberts

Am 31. Mai • 16:15-19:15 Uhr Saal III

Bei diesem Workshop werden die Grundschritte und Formationen einiger beliebter Tänze des Country Dancing  erarbeitet. “Country Dancing” oder “ceilidh” entwickelte sich in Schottland im  18. Jahrhundert aus den Einflüssen  des  englischen Volkstanzes  und den gälischen Reels. Heute noch allseits beliebt bei Festen, Hochzeiten  und  Events  wird  das  Country Dancing immer wieder getanzt und ist auch bei den Jugendlichen noch lebendig. Die Musik zu einem traditionellen Ceilidh spielt üblicherweise eine Band aus Geigen, Akkordeon und Trommeln. Gelegentlich kommen andere Instrumente hinzu, so zum Beispiel  Flöten, Gitarren, Bodhrans – eine Art Trommel – und Blechflöten, um die lebhaften Melodien zu untermalen. Ruth Roberts begann nach ihrem dreijährigen Tanzstudium an der Northern Ballet School, Manchester, England ihre Lehrtätigkeit zunächst in Münster, Westfalen und wechselte 1989 in den Odenwald. Ab 1997 war sie freiberuflich in verschiedenen Ballettschulen tätig und engagierte sich neben vielen choreografischen Aktivitäten auf landesweiter Ebene für die Verbreitung und Verbesserung des Standards von klassischem Ballett, Stepptanz und Jazz Dance.  Sie  ist  registrierte  Lehrerin  der  Royal  Academy  of  Dance®,  der  Imperial  Society  of Teachers of Dancing und Mitglied im Deutschen Berufsverband für Tanzpädagogik e.V. sowie Mitglied im International Dance Council der UNESCO-CID.

 

 

 

„NUR MUT..., DU SCHAFFST DAS SCHON!“

mit Ulla Wenzel

Am 1. Juni • 16:15-19:15 Uhr; Saal III

Kinder-Tanzseminar im freien Tanz mit Kindern .

Wie Kinder im Tanzen Selbstvertrauen und Kompetenz für ihre Persönlichkeit entwickeln können Tanzkünstler nehmen zunehmend  gesellschaftliche Entwicklungen wie Zunahme des Leistungsdrucks, Technisierung  der  Umwelt  und  schnelle  Veränderungen  in Beziehungssituationen wahr. Die tänzerische Arbeit mit den Kindern trägt dazu bei, die Kinder positiv zu beeinflussen und zu fördern.  Das Hinterfragen des eigenen Unterrichts ist dafür eine Grundvoraussetzung. Viele Fragen stellen sich dem Tanzpädagogen wie z.B.:

- Was sind positive Einflüsse für das tanzende Kind?

- Was bedeutet im Tanzen Selbstkompetenz zu erlangen?

- Wieviel Unterstützung benötigt ein Kind?

- Wie ist eine individuelle Förderung innerhalb einer Gruppe möglich?

Ulla  Wenzel  zeigt  in  diesem  Seminar  in  praktischen  Beispielen  wie  kleine  Geschichten, Sprache und Bewegung, Tanzspiele und Tanzchoreografien, tänzerische Prozesse den Kindern helfen,  ihre Entwicklung positiv zu beeinflussen. Ulla Wenzel wurde in Hamburg geboren und  an der Lola Rogge Schule zur Tanzpädagogin ausgebildet. Christiane Meyer- Rogge -Turner und Gerburg Ohde erkannten sehr schnell die große pädagogische Begabung der damals jungen Tänzerin und förderten sie vielseitig. Zahlreiche  Fortbildungen  im  In-  und Ausland für Zeitgenössischen  Tanz folgten. Heute arbeitet sie erfolgreich als Dozentin für den freien und kreativen Tanz mit Kindern und Jugendlichen im In- und Ausland. Der Schwerpunkt  ihrer Arbeit ist die Fortbildung und Weiterentwicklung der tänzerisch künstlerischen  Arbeit  mit  Kindern.  Ihr „Credo“,  das  jedes  Kind  tanzen  kann, demonstriert sie in Tanzprojektleitungen an öffentlichen Schulen und Lehrerfortbildungsseminaren. Ihr großes Interesse gilt der Methodik und Didaktik  im  freien Tanz mit Kindern nach den Labanschen Bewegungsprinzipien. Seit 20 Jahren leitet sie ART&MOVE für Kinder und Jugendliche in Augsburg. Für ihr Engagement,  möglichst  vielen  Kindern  unterschiedlicher  Herkunft  und finanziellen Möglichkeiten die Welt des Tanzes zu vermitteln, wurde sie 2007 in Augsburg ausgezeichnet.

„BALLETT TRAINING MITTELSTUFE FÜR ERWACHSENE “

mit Viktoria Zaripova
Donnerstag, 30.05.2019 14:30-16:00 Uhr
Freitag, 31.05.2019 14:30-16:00 Uhr

Viktoria Zaripova wurde an der Ballettakademie Perm nach der Waganowa-Methode ausgebildet. Als Solistin  engagiert, absolvierte sie zeitgleich eine Ausbildung als Ballettpädagogin und ging später als Solistin ans Maly Opern- und Ballett-Theater, St. Petersburg. Anfang der 1990er Jahre kam sie von St.Petersburg nach Hamburg, wo sie weiter als Ballettpädagogin mit den Schwerpunkten Klassisches Ballett, Repertoire, Charaktertanz und Choreografie arbeitete. Seit 1992 trainiert sie die Förderklassen im Tanzparterre/Hamburg und die Ausbildungsklassen für die Tanzpädagogik in der Klütz-Schule. Seit Sommer 2013 ist sie als Gastlehrerin für Charaktertanz an der Ballettschule des Hamburg Ballett beschäftigt und studierte die „Vier Jahreszeiten“ von John Neumeier an der Ballettschule des Bolschoi Theaters ein.

„LYRICAL JAZZ TRAINING MITTELSTUFE FÜR ERWACHSENE“

mit Phillipe Blair
Samstag, 01.02.2019 14:30-16:00 Uhr
Phillipe Blair kommt gebürtig aus Leeds. Er absolvierte seine professionelle Tanzausbildung im Ensemble von „Mara Ya Pili“ Leeds und auf der Rambert Academy School in London. Der Diplomtänzer und Choreograf begann seine berufliche Karriere als Solist in vielen Stücken und Shows wie Midlands Dance Company, Mutiny on the Bounty, Aida oder Cinderella. Auch in Kate Bushs Videoclip „Big Sky“ war er zu sehen. Seine Stationen in Deutschland lesen sich wie die Crème des Entertainments: Angefangen beim Tanztheater Regenbogen über Cats, Guys & Dolls, Starlight Express, Sweet Charity, West Side Story, Buddy Holly, Hair bis hin zu Carmen 2000. Auch beim Fernsehen ist er ein bekannter Tänzer und gefragter Choreograf für bekannte Filme und Shows. Bis 2010 war Phillipe Blair engagierter Kinder-Tanz-Coach und Trainer für Disney’s „Der König der Löwen“ in Hamburg.